Ólafur Elíasson



Ólafur Elíasson

Dänisch, isländischer Künstler in Kopenhagen und Berlin

Ólafur Elíasson wird von seinen Interessen an Wahrnehmung, Bewegung, verkörperter Erfahrung und Selbstgefühl getrieben. Er ist bestrebt, die Anliegen der Kunst für die Gesellschaft insgesamt relevant zu machen. Kunst ist für ihn ein entscheidendes Mittel, um das Denken in das Handeln in der Welt zu verwandeln. Elíassons Arbeiten umfassen Skulptur, Malerei, Fotografie, Film und Installation. Seine Praxis beschränkt sich nicht nur auf das Museum und die Galerie, sondern bezieht die breite Öffentlichkeit durch Architekturprojekte, Interventionen im städtischen Raum, Kunstvermittlung, Politikgestaltung sowie Fragen der Nachhaltigkeit und des Klimawandels ein.

Elíasson wurde 1967 geboren. Er wuchs in Island und Dänemark auf und studierte von 1989 bis 1995 an der Royal Danish Academy of Fine Arts. 1995 zog er nach Berlin und gründete das Studio Ólafur Elíasson, das heute mehr als hundert Teammitglieder umfasst, darunter Handwerker, Architekten, Archivare, Forscher, Administratoren, Köche, Programmierer, Kunsthistoriker und Fachtechniker.

Seit Mitte der 90er Jahre hat Elíasson zahlreiche große Ausstellungen und Projekte auf der ganzen Welt realisiert. Im Jahr 2003 vertrat er Dänemark auf der 50. Biennale in Venedig mit dem Blindenpavillon. Später in diesem Jahr installierte er das Wetterprojekt in der Turbinenhalle der Tate Modern, London. Im Jahr 2014 füllte Riverbed einen ganzen Flügel des dänischen Louisiana Museum of Modern Art mit Steinen und Wasser und simulierte einen Fluss in einer felsigen Landschaft; später in diesem Jahr bildete Contact die erste Ausstellung in der Fondation Louis Vuitton, Paris. Verklighetsmaskiner (Reality Machines), im Moderna Museet in Stockholm im Jahr 2015, wurde zur meistbesuchten Ausstellung eines lebenden Künstlers im Museum. Im Jahr 2016 schuf Elíasson eine Reihe von Interventionen für das Schloss und die Gärten von Versailles und zeigte zwei große Ausstellungen.

Als Professor an der Universität der Künste Berlin leitete er das Institut für Raumexperimente (2009-14), ein fünfjähriges experimentelles Programm für Kunsterziehung im selben Gebäude wie sein Atelier.

Im Jahr 2012 gründeten er und der Ingenieur Frederik Ottesen das Sozialunternehmen Little Sun. Dieses globale Projekt liefert saubere, erschwingliche Energie für Gemeinden ohne Zugang zu Elektrizität, fördert die nachhaltige Entwicklung durch den Verkauf von Little Sun Solarlampen und Ladegeräten und schärft das globale Bewusstsein für die Notwendigkeit eines gleichberechtigten Zugangs zu Energie und Licht.

Elíasson und der Architekt Sebastian Behmann gründeten 2014 in Berlin das Studio Other Spaces, ein internationales Büro für Kunst und Architektur. Als architektonisches Pendant zum Studio Ólafur Elíasson im gleichen Gebäude konzentriert sich Studio Other Spaces auf interdisziplinäre und experimentelle Bauprojekte und Arbeiten im öffentlichen Raum-

Elíasson lebt und arbeitet in Kopenhagen und Berlin.

Internetseite von Ólafur Elíasson


Marken