Ludwig Hirschfeld-Mack


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Ludwig Hirschfeld-Mack

Ludwig Hirschfeld-Mack lebte von 1893 bis 1968. Er gehörte zu den innovativsten Künstlern des Bauhauses. Als Geselle der Kunstdruckerei der Weimarer Kunstschule war er maßgeblich an deren Grafik-Editionen beteiligt. Ein von ihm 1922/23 initiiertes Farbenseminar etablierte sich rasch als vielbeachtete Diskussionsrunde. Es fand seinen praktischen Niederschlag u.a. in den "Farbenlichtspielen", die Hirschfeld-Mack als bedeutenden Avantgardisten des bewegten Bildes ausweisen.

In zahlreichen Malereien und Druckgrafiken setzte er sich intensiv mit den Gestaltungslehren Johannes Ittens und Paul Klees auseinander. Dabei stand für Hirschfeld-Mack immer die Darstellung der tief in ihm wurzelnden Liebe zum Menschen, zur Natur und zum Kosmos in Vordergrund. Seine Arbeiten spiegeln die Suche nach einem neuen Verhältnis zwischen Individuum und Gesellschaft wider, wie sie in der Idee des Bauhauses manifestiert war.

Nach der Machtergreifung Hitlers musste der Sohn eines jüdischen Lederfabrikanten Deutschland verlassen und emigrierte nach Australien. Hier entwickelte er sich zu einem der einflussreichsten Kunstpädagogen des Landes. Bisher ist das Werk Hirschfeld-Macks kaum angemessen gewürdigt worden.


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