Wein trinken: Wissenswertes & die schönsten Weinfeste

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Beitrag vom 18.08.2015, von Anja Beckmann

Die liebsten Getränke der Deutschen sind Wasser, Limonade und Bier. Den Wein entdeckt der Durchschnittsdeutsche oft erst viel später für sich. Wein ist Kulturgut, er wird zu besonderen Anlässen getrunken, bei einem guten Essen oder einem Abend zu zweit. Es haftet ihm etwas Edles an, das dem kühlen Blonden gänzlich fehlt. Vielleicht ist die Ehrfurcht vor dem Weintrinken, der Respekt vor Weinkennern deshalb so groß. Ja, Weintrinken kann eine Kunst sein – muss es aber nicht.

Befangen steht der gelegentliche Weintrinker im Supermarkt oder beim Weinhändler vor der schier unendlichen Auswahl an Weinen – rot, weiß und irgendwas dazwischen. Verschiedene Herkunftsländer, Winzer, Weingebiete, Jahrgänge und Rebsorten. Die Vielfalt wirkt einschüchternd. Das Gefühl eines lauen Spätsommerabends, ein Glas Wein in der Hand muss Weinlaien jedoch keinesfalls verwehrt bleiben. Erfahren Sie hier das Wichtigste zum Thema Wein – der Kauf, Unterschiede im Umgang mit verschiedenen Weinsorten, das richtige Glas und die geeignete Trinktemperatur. So sind Sie für die nun kommenden Weinfeste gerüstet!

Auf der Suche nach dem richtigen Wein: Supermarkt oder Fachhändler?

Wo den Wein kaufen? Die wenigsten Weintrinker gehen zum Fachhändler oder direkt zum Winzer. Fast jede zweite Flasche stammt vom Discounter, jede dritte aus dem Supermarkt. Es folgen Drogeriemärkte, Tankstellen und Kaufhäuser, Weindepots und Feinkostgeschäfte. Laut stern.de gibt der Deutsche im Schnitt etwa 2,50 Euro für eine Flasche Wein aus – je nach Quelle manchmal mehr, manchmal weniger. Ein guter Wein muss nicht teuer sein, trotzdem dürfen Sie bei weniger als vier Euro pro Flasche skeptisch sein, ob zu dem Preis ein anständiger Wein herstellbar ist. Orientierung bieten Auszeichnungen auf der Flasche. Qualitätsweine aus Deutschland besitzen auch eine amtliche Prüfnummer.

Essence TrinkgläserGerade Supermarkt-Weine sind für den sofortigen Genuss gedacht. Rund 90 Prozent der jährlich produzierten Weine sollten binnen drei und fünf Jahren getrunken werden – die meisten Weiß- und Roséweine sogar schon innerhalb von zwei Jahren. Ob ein Wein längerfristig eingelagert werden kann, hängt vor allem von dessen Säuregehalt, den enthaltenen Tanninen und der Balance insgesamt ab. Eine Faustregel für den Praxisgebrauch: Weine unter 25 Euro sollten Sie jung trinken, Weine ab 40 Euro könnten etwas für den Weinkeller sein. Achten Sie im Supermarkt also auf junge Jahrgänge. Nur Qualitätsweine werden mit den Jahren besser.
Sie suchen den Wein nach dem Etikett aus? Lassen sie sich von einer schönen Gestaltung nicht täuschen.

Tipp: Spezielle Weinführer und hin und wieder auch Zeitungen testen regelmäßig Weine – auch aus Supermärkten. Diese Bewertungen und Informationen können Ihnen bei der Wahl eines passenden Weins helfen.

Auch Fachhändler haben meist preiswertere Alltagsweine im Angebot. Ein Weinhändler kann Sie individuell beraten. Erzählen Sie ihm, welche Geschmacksrichtung Ihnen vor Augen schwebt: lieblich oder trocken, fruchtig-süß, säuerlich oder herb. Er wird Ihnen den passenden Wein heraussuchen, ohne nach Rebsorte, Restzucker und Tanningehalt zu fragen – Kostprobe inklusive. Erkundigen Sie sich, was den Wein besonders auszeichnet und lernen Sie so Schritt für Schritt mehr über das edle Getränk.

Sie werden in Ihrem Leben nicht nur ein Glas Wein trinken. Probieren Sie sich peu à peu durch und loten Sie aus, welche Art von Wein Ihnen am besten mundet.

Wein trinken – die wichtigsten Informationen für Einsteiger

Das richtige Glas für den richtigen Wein

Perfection TrinkgläserEs heißt, mit dem falschen Glas kann man den besten Wein ruinieren. Die verschiedenen Weinglas-Typen – bauchig oder schlank, oben eng zulaufend oder weit geöffnet – heben verschiedene Charaktereigenschaften des Weins hervor.

Rotweingläser sind bauchig und verfügen über eine große Öffnung. So ist die Oberfläche des eingeschenkten Weins besonders groß, es gelangt mehr Luft an ihn, was seinem Aroma zu Gute kommt. Je voller und komplexer das Aroma, desto größer sollte der Kelch sein. Das heißt, tanninreiche, charaktervolle Weine wie Bordeaux, Rioja und Merlot verlangen große, bauchige Gläser mit Platz zum Schwenken. Das Schwenken erhöht übrigens die Luftzufuhr. Kraft, Dichte, Extrakt und Tannin bringen Sie so optimal mit der Frucht des Weins in Einklang. Für den Hausgebrauch genügt auch ein Standard Rotweinglas, sozusagen ein Allrounder. Dies hat einen leicht bauchigen, langgezogenen Kelch. Es hat eine größere Öffnung als ein Weißweinglas, ist aber noch kompakt genug, dass auch leichte, fruchtbetonte Rotweine wie Chianti oder Dornfelder gut zur Geltung kommen. Auch zarte Rotweine mit geringem Tanningehalt verflüchtigen sich nicht allzu schnell.

Weißwein muss selten belüftet werden. Der Kelch des Glases ist klein und nur leicht bauchig. Dadurch verringert sich auch die Füllmenge. Schenken Sie nur ein wenig Weißwein ein, so dass auch der letzte Schluck noch gut gekühlt ist. In der Regel sollte ein Weinglas nicht mehr als ein Drittel befüllt sein, bei besonders großen Gläsern genügt auch ein Viertel.

Iittala - Essence Gläser mit KaraffeStandardgläser für jede Art von Wein bietet die Essence-Serie von Iittala. Für den perfekten Weingenuss wurde auch die Perfection-Serie von Holmegaard entwickelt, auch sie bietet zahlreiche elegante Gläser für die unterschiedlichsten Weine.

Die richtige Trinktemperatur

Es heißt, Rotwein trinkt man bei Zimmertemperatur. Aber Zimmertemperatur ist nicht gleich Zimmertemperatur. Die Faustregel stammt aus wilhelminischen Zeiten, zu denen das Speisezimmer unbeheizt war und nur durchschnittlich 16 bis 18 Grad warm war – und das ist auch die ideale Temperatur für Rotwein. Das heißt, vor dem Servieren dürfen Sie Ihren Rotwein gern eine Weile in den Kühlschrank stellen. Sonst schmeckt er alkoholisch und süß. Weiß- und Roséwein gehören gut gekühlt: Bei 4 bis 10 Grad schmecken sie am besten.

Wie Sie ein Weinglas richtig halten

Weingläser hält man am Stiel oder auch am Fuß. Auch das steht in Zusammenhang mit der Trinktemperatur: Diese soll sich durch die Wärme der eigenen Hand nicht verändern, da die Aromen stark von der Temperatur des Weines abhängig sind. Besondere Bedeutung hat der Stiel daher beim Weißwein und Rosé.

Wein atmen lassen – oder dekantieren: warum, wie und die richtige Weinkaraffe

Iittala - Weinkaraffe Decanter, Essence Rotwein-Gläser, gefülltWie bereits oben erwähnt, entfaltet sich das Aroma bei einigen Weinen erst durch den Kontakt mit Luft. Besonders aromatische Rotweine sollten Sie atmen lassen, aber auch einige hochwertige, junge Weißweine profitieren davon. Um einen Wein atmen – also mit der Luft reagieren – zu lassen, genügt es nicht, ihn zu öffnen. Die Oberfläche ist schlich zu klein. Sie müssen ihn dekantieren. Verwenden Sie daher Weinkaraffen, die einen möglichst großflächigen Kontakt zur Weinoberfläche gewährleisten. Ein Beispiel hierfür ist die Weinkaraffe von Iittala. Auch Menu hat mit dem New Norm Wine Breather eine innovative Dekantierkaraffe auf den Markt gebracht. Der Dekantierverschluss ermöglicht es, Karaffe und Weinflasche zu verbinden. Er filtert möglichen Bodensatz, wie er oft bei älteren Rotweinen zu finden ist, zuverlässig heraus. Ein breiter Boden sorgt für viel Oberfläche zum Atmen. Bei Bedarf lässt sich der Wein im Anschluss durch Umdrehen von Karaffe und Weinflasche wieder in die Originalflasche umfüllen.

Je nach Wein lässt man ihn einige Stunden oder sogar bis zu 24 Stunden atmen. Neben geschmacklichen können Sie Ihren Wein selbstverständlich auch aus ästhetischen Gründen in einer Weinkaraffe anreichen. Achten Sie dabei darauf, dass Sie die richtige Karaffe verwenden: Tanninhaltige Rotweine brauchen eine besonders bauchige Karaffe, Weißweine und besonders reife Weine sollten in einer Weinkaraffe gereicht werden, die der Luft nur eine geringe Kontaktoberfläche bietet. Ein Beispiel hierfür ist die Weinkaraffe des Designers Jakob Munk.

Die schönsten Weinfeste im September

Weinfeste sind eine besonders schöne Möglichkeit, in die Welt des Weins einzutauchen. Die deutschen Winzer präsentieren ihre edlen Tropfen landauf, landab auf unzähligen Weinfesten. Die größten der insgesamt 13 Weinanbaugebieten Deutschlands – allen voran Mosel und Pfalz – sind berühmt für Ihre Feste. Köstliche Weine, urige Winzer-Keller, Weinköniginnen, idyllische Landschaften, gebietstypische Spezialitäten und ausgelassene Musik erwarten die Besucher. Einige der schönsten Weinfeste im September – lohnenswerte Ausflugsziele – haben wir Ihnen hier aufgeführt:

  • 28. August bis 06. September 2015 – das Moselfest an der Untermosel in Winningen, Rheinland-Pfalz – das längste Winzerfest an der Mosel und das älteste Weinfest in Deutschland
  • 28. August bis 07. September 2015 – das Winzerfest in Bingen am Rhein – das längste Weinfest am Rhein
  • 03. bis 07. September 2015 – Weinfest an der Mittelmosel in Bernkastel-Kues, Rheinland-Pfalz – das größte Weinfest an der Mosel
  • 11. bis 15. und 18. bis 21. September 2015 – Dürkheimer Wurstmarkt in Bad Dürkheim, Rheinland-Pfalz – mit mehr als 600.000 Besuchern das größte Weinfest der Welt

Übrigens: Nicht nur Jahrgang und Rebsorte beeinflussen den Geschmack von Wein, auch Glas, Karaffe und Ambiente verändern das Aroma. Entdecken Sie bei Connox hochfunktionale Karaffen, Gläser für verschiedenste Weinsorten und viele weitere Designobjekte, die Ihnen den Umgang mit dem edlen Tropfen zum Vergnügen machen.

Tags: Glaskaraffe

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