Wie das Smart Home unser Wohnen beeinflusst

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Beitrag vom 23.08.2017, von Anja Beckmann

Musik im ganzen Haus zentral steuern, von unterwegs in den Kühlschrank schauen, mit frischem Kaffeeduft geweckt werden – der Markt macht uns das Leben immer bequemer. Sämtliche elektronischen Geräte sind intelligent miteinander vernetzt und lassen sich via Smartphone steuern. Inspiriert vom veränderten Nutzerverhalten glänzt auch die Möbelbranche mit smarten Neuheiten. Und die IFA in Berlin nächste Woche wird uns zeigen, dass damit längst noch keine Grenzen erreicht sind. So verändert sich unser Wohnen.

Sonos - Play 1 Multiroom Lautsprecher und SUB

Das Smart Home, das intelligente Zuhause, startete vor einigen Jahren mit automatisierter Haussteuerung: Rolläden, Licht und Heizung ließen sich programmieren und zu bestimmten Zeitpunkten automatisiert ein- und ausschalten. Heute eröffnen uns das Internet und moderne Technologien ein Zuhause, das sich intelligent auf unsere individuellen Bedürfnisse einstellt und dabei nahezu alle Aspekte des täglichen Lebens abdeckt. Lieferte der Markt zwischenzeitlich vor allem Spielereien für Technik-Affine, präsentieren einschlägige Messen wie CeBIT, CES und MWC immer häufiger Neuheiten, die uns den Alltag tatsächlich erleichtern.

Inhalt:

So lässt es sich intelligent wohnen

Intelligente Lösungen entstehen dann, wenn die Technik verschiedene Geräte mit- und untereinander vernetzt. Sobald wir uns unserer Wohnung nähern, geht das Licht an und das Smartphone oder die Smartwatch informiert den Lautsprecher – unsere Lieblingsmusik erklingt. Die Waschmaschine geht dann an, wenn der Strom laut intelligentem Stromzähler günstig ist – und dann, wenn es laut Smartphone zu unserem Tagesrhythmus passt.

Connox Shopping-App - einfach mobil einkaufenSmart Home geht noch weiter. Nicht nur elektronische Geräte sind untereinander verknüpft, sondern auch Anbieter und Services. Wir suchen uns auf der Arbeit das Wunschgericht fürs Abendessen aus. Dank einer Kamera im Kühlschrank generiert unser Smartphone automatisiert den Einkaufszettel und sendet ihn an den Lieferdienst. Gemeinsam mit uns sind die Zutaten abends zu Hause.

Wir sind zukünftig in der Lage, mit dem Smartphone oder der Smartwatch – oder einer smarten Brille – unser gesamtes Wohnen zu steuern. Unabhängig von Raum und Zeit. Seit Alexa, Siri und Google Assistant ist hierfür nicht mal mehr ein Touch notwendig: Via Sprache lassen sich über diese intelligenten Systeme und ihre zugehörigen Lautsprecher sämtliche Smart-Home-Geräte inklusive Lichtschalter und Thermostate steuern, die Nachrichten vorlesen, Informationen wiedergeben und Musik abspielen.

Die Gegenwart und Zukunft der Musik

Auch wenn einiges in den deutschen Haushalten noch Zukunftsmusik ist, die moderne Musiktechnologie ist es nicht. Raumübergreifend Musik zu hören und diese zentral und unabhängig von einem bestimmten Musikträger über das Smartphone zu steuern, begeistert nicht nur Tech-Enthusiasten.

Längst haben digitale Musikanbieter wie iTunes, Internetradio-Sender und Musikdienste die CD abgehängt. „Streaming ist ganz klar die große Zukunft des Musikhörens und Teil des Smart Homes – die enorme Auswahl und zahlreiche Möglichkeiten, laufend neue Interpreten und Songs zu entdecken, machen aus Musik ein ganz neues Erlebnis“, erläutert Aman Rafi, Business Development beim Smart Audio Hersteller SONOS. Zu bequem ist es, online für kein oder wenig Geld auf nahezu jeden beliebigen Titel zugreifen zu können.

ZIPP New Line Lautsprecher von Libratone Ständige und kostenlose Software-Updates ART Cube von Tivoli Audio

Hersteller wie Sonos, Tivoli Audio und Libratone richten sich auf die sich verändernden Nutzergewohnheiten ein und sprengen regelmäßig die Grenzen dessen, was technisch in Sachen Musikhören realisierbar ist. Mit seinem innovativen Soundsystem ermöglicht es Sonos, im ganzen Haus dieselbe Musik oder in jedem Raum einen anderen Titel zu spielen – und diese Musik zentral vom Smartphone aus via App zu steuern. Per Touch kann zwischen der eigenen Musiksammlung, Radiosendern oder verschiedenen Streaming-Diensten gewechselt werden. Regelmäßige Software-Updates fügen neue Funktionen und Musikdienste hinzu, so bleibt die Technik auf dem neuesten Stand.

Libratone zeigt, dass guter Klang und hohe Funktionalität nicht viel Platz brauchen. Die Bluetooth Lautsprecher sind – kompakt, kabellos und robust – für zuhause und unterwegs geeignet. Sie lassen sich untereinander oder auch mit mehreren Smartphones vernetzen, so dass dieselben Songs von zwei Lautsprechern gespielt werden können oder ein Lautsprecher abwechselnd von zwei unterschiedlichen Smartphones Musik spielt.

Individuelle Lichtgestaltung verbessert unser Wohlbefinden

Licht beeinflusst unser Wohlbefinden maßgeblich. Moderne Wecker simulieren das langsam aufgehende Tageslicht – wir wachen entspannt auf, ohne dass ein drängelnder Ton uns aus einer Tiefschlafphase reißt. Und nicht nur das: Mit zentraler Lichtsteuerung revolutionieren Leuchtmittel-Hersteller derzeit den Lichtmarkt – so zum Beispiel Osram mit seiner Serie Lightify. Mit der App lassen sich die untereinander via WLAN vernetzten LED-Lampen und -leuchten, LED-Strips und Gartenleuchten steuern – einzeln oder individuell gruppiert, in jedem gewünschten Zimmer. Wärme, Helligkeit und Farbe des Lichts können je nach Situation und Raum einfach via Touch-System unabhängig von Zeit und Ort variiert werden. So können wir bei warmem, dezentem Licht entspannen und uns bei kaltem, hellem Licht konzentrieren.

Smarte Möbel und Accessoires berücksichtigen moderne Technologien

Smart Home hört nicht bei Elektrogeräten auf. Zeitgemäße Möbel berücksichtigen die neue ständige Interaktion der Menschen mit elektronischen Geräten im Allgemeinen und die Unentbehrlichkeit von Smartphone oder Tablet im Speziellen. Sie wachsen mit den Produkten zusammen, die uns jeden Tag umgeben. Und diese Möbel beschränken sich nicht mehr länger nur auf das Arbeitszimmer und Schreibtische mit integrierter Steckdosenleiste und versteckten Kabelfächern.

String - Works Bluelounge - StudioDesk, Detail, Innen Flatbox Sekretär von Müller Möbelwerkstätten in hellem Arbeitszimmer

Der Kabelsalat, der einst mit erhöhter Nutzung elektrische Geräte einherging, ist auch in Wohn- und Schlafzimmer Schnee von gestern. Nicht wegen optisch dezenter Kabelboxen unterm Tisch, sondern weil auch Wohnzimmermöbel sich der technologischen Entwicklung anpassen. Integrierte Kabelkanäle tarnen sich als originelles Design-Element, sie geben beispielsweise dem GAP Beistelltisch von vonbox ein Alleinstellungsmerkmal. Der kleine Tisch aus Stahlblech teilt sich in der Mitte einmal gänzlich und bietet so Platz für Ladekabel im Innern. Am Hybridtisch von Urban Favourites lässt es sich morgens gemütlich frühstücken – Notebook und Tablet im Innern versteckt –, abends verwandelt er sich in ein kompaktes Home-Office. Die Kabelführung erfolgt unsichtbar durch das Tischbein so können Smartphone und Laptop auch bei geschlossener Tischfläche aufgeladen werden.

Was für ein unübersichtlich Chaos...! Der vonbox - GAP Beistelltisch in umbra Bistrotisch für die Küche

Smarte Möbel verstecken Kabel nicht nur, sie reduzieren sie. Innovative Leuchten ermöglichen das induktive Aufladen von Elektrogeräten. Bei den LED-Leuchten von Tunto können Sie Ihr Smartphone dank der Qi-Wireless-Ladetechnologie einfach auf den Sockel der Leuchte legen und es lädt kabellos auf.

Led 8 Tischleuchte von Tunto mit bahnbrechender Qi-Wireless-LadetechnologieElektronische Geräte selber kommen ohne oder mit immer weniger Kabeln aus. So zum Beispiel der Kopfhörer von Libratone. Attraktiv wurde dieses Feature erst mit der Entwicklung und besseren Leistungsfähigkeit der zugehörigen Akkus. Kopfhörer wie der Q Adapt Wireless ANC On-Ear von Libratone bieten mittlerweile 20 Stunden Laufzeit. Gesteuert wird der Kopfhörer via Touch-Oberfläche: Nur mit einer Finger-Bewegung lässt sich die Lautstärke regulieren, skippen und Gespräche am Telefon können angenommen werden. Mit der zugehörigen App kann die Bedienung zudem via Bluetooth über Smartphone oder Tablett stattfinden. Besonderes Feature: Dank Share-Funktion können mehrere Q Adapt Wireless ANC On-Ear Kopfhörer gleichzeitig über ein Smart-Device gesteuert werden. Das ist besonders in der U-Bahn oder im Zug praktisch, wenn Sie mit Ihren Freunden dieselbe Musik hören möchten, ohne Ihre Mitmenschen zu stören.

Smart Home mit Potenzial – ein Überblick

Auch wenn nicht jeder Haus und Hof komplett vernetzen lassen wird, so sehen wir in einigen Bereichen großes Potenzial. Das ist überall dort, wo sich Energie und Kosten sparen lassen und Sicherheit und Überwachung im Vordergrund stehen: Einbruchsicherung durch Bewegungssensoren und Alarm bei Tür- und Fensterkontakten oder Feuchtigkeits- und Wassersensoren zur Warnung, wenn das Wasser im Keller steht. Attraktive Lösungen bietet das Smart Home auch in Sachen Entertainment: Musik von unterschiedlichsten Quellen lässt sich für das ganze Haus zentral steuern. Soundsysteme liefern Kino-Sound für den Fernseher und lassen sich via Smartphone oder mit der klassischen Fernbedienung bedienen. Im Unterhaltungs- und Wissensbereich werden auch die intelligenten Lautsprecher von Amazon und Google punkten. Je mehr Technologien unser Wohnen beeinflussen, desto relevanter werden auch smarte Möbel. Wo es nicht ganz kabellos geht, verstecken sie die ungeliebten Leitungen oder ersetzen sie sogar.

Sie möchten mehr über die technischen Hintergründe vernetzter Technologien erfahren? Dann finden Sie hier weitere und tiefergehende Informationen zum Thema Smart Home.

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