Living at Home, Nr. 10/2011, S.20, "Tschüss, Tristesse!"

Living at Home, Nr. 10/2011, S.20, "Tschüss, Tristesse!"

Der Stil-Guide der Living at Home zeigt, wie man Designklassiker und besondere Stücke miteinander kombiniert um eine individuelle Inneneinrichtung zu schaffen. So trifft zum Beispiel der Tulip Chair von Designer Eero Saarinen (www.markanto.de) als absoluter Klassiker auf die Leuchte Lucellino, die von Ingo Maurer hergestellt wird.

Bei der Leuchte Lucellino steht die Glühbirne im Zentrum des Designs, das sie wie einen leuchtenden Vogel durch den Raum schweben lässt. Der Name der Leuchte ist ein Wortspiel und verweist auf ihr Design: Luce bedeutet Licht auf Italienisch, uccellino Vögelchen. Lucellino verbindet die bekannte Glühbirne mit Flügeln und einer Konstruktion, die sie schweben lässt und ihr Dynamik verleiht. Das Drahtgestell von Lucellino lässt sich verbiegen, so dass die Leuchte frei ausgerichtet werden kann. Das Design der ungewöhnlichen Tischleuchte von Ingo Maurer stammt aus dem Jahr 1992.

Der erste Entwurf des Tulip Chairs entstand 1953 und bildete die Grundlage eines revolutionären Designklassikers unter den Sitzmöbeln – nie zuvor gab es einen Stuhl, bei dem sich Fuß und Sitz zu einer geschlossenen Gestalt verbinden. In Zusammenarbeit mit dem Hersteller Knoll wurde der Tulip Chair weiter entwickelt. 1956 wird der Stuhl schließlich in seinem bis heute charakteristischen Design auf den Markt gebracht. Der puristisch gestaltete Tulip Chair erinnert, seinem Namen entsprechend, an eine Tulpenform und kombiniert Modernität mit klassischem skandinavischen Design. Den Hintergrund zum Entwurf des Tulip Chairs beschreibt Eero Saarinen so: „Ich wollte mit dem Wirrwarr der Beine aufräumen. Ich wollte aus einem Sessel wieder eine Einheit machen.“ So wurde aus dem vierbeinigen Stuhl wie man ihn kennt, kurzerhand ein Einbein.

Abgebildete Produkte in dieser Ausgabe