Mitarbeiter-Porträt: Josi Schlichting, Internationalisierung

„Die Arbeit mit Menschen ist es, was mich tagtäglich anspornt und motiviert.“

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Beitrag vom 14.02.2017, von Christian Czok

Josi - Mitarbeiter PorträtMehr als 100 Mitarbeiter arbeiten mittlerweile bei Connox. Viele kommen aus verschiedensten Ländern der Welt, um bei Aufbau und Weiterentwicklung der Ländershops mitzuwirken. Josi Schlichting ist die Schnittstelle zwischen allen internationalen Shops und dafür zuständig, dass die Kommunikation und Zusammenarbeit gelingt. Gemeinsam mit ihren Teams war sie maßgeblich für den erfolgreichen Launch der mittlerweile fünf Länder-Shops verantwortlich. Eine ganz schön anspruchsvolle Aufgabe und ein noch besserer Grund, Josi näher im Porträt zu beleuchten. Erfahren Sie hier mehr über die Person, die dafür sorgt, dass Menschen von überall auf dieser Welt sich individuell einrichten können!

Interview mit Josi Schlichting, 27 Jahre, Koordinatorin der Internationalisierung

Hallo Josi, wenn du dich mit drei Adjektiven beschreiben müsstest, welche wären es?
Puh, das ist ganz schön schwer zu beantworten. Zum einen fleißig: ich arbeite viel und liebe meinen Job. Außerdem bin ich zielstrebig: Dinge, die ich mir vornehme, möchte ich auch zeitnah erreichen. Zusätzlich würden noch verlässlich und pünktlich passen – du darfst dir eins aussuchen, weil es dann schon vier Adjektive wären. [Wir müssen schmunzeln, Josi scheint zu ahnen, welche Frage sie jetzt erwartet.]

Also bist du typisch Deutsch? [Wir müssen beide lachen.]
Scheinbar ja, was ganz interessant ist, da ich erst sieben Jahre hier in Deutschland bin.

Wo warst du denn zuvor?
Auf Teneriffa in Spanien.

Und was hast du dort gemacht?
Ich bin dort aufgewachsen und habe dann nach meinem Abitur Tourismuswirtschaft studiert.

Dann sprichst du ja sicher fließend Spanisch, gibt es noch andere Sprachen, die du beherrschst?
Genau. Ich spreche außerdem Deutsch, Englisch und Französisch. [Sie bemerkt meinen anerkennenden Gesichtsausdruck und ergänzt] ...aber ich persönlich gebe gar nicht so gerne mit sowas an. Mir ist Bescheidenheit bei mir selbst und anderen Menschen sehr wichtig.

Welcher Ort, den du bisher besucht hast, gefiel dir denn am besten?
Im Rahmen meines Studiums machte ich eine sprachwissenschaftliche Reise nach Mexiko, das war sehr spannend. Wir hatten unter anderem Kontakt zu Nahuatl-Forschern. Das ist die indigene Sprache des Landes, die dort gelehrt wird, damit sie am Leben bleibt. Mexiko war aber auch eine sehr extreme Erfahrung, weil wir von einem zum nächsten Ort gereist sind und daher die Spannung zwischen Arm und Reich miterleben konnten. Wir hatten dafür auch extra interkulturelles Training, in dem uns gesagt wurde, auf welche Straßen wir dürfen und auf welche nicht, weil sie zu gefährlich waren und überall Militär mit Maschinengewehr stand. Da wurde mir bewusst, wie unterschiedlich Verhaltensregeln in den unterschiedlichen Ländern sind, wenn einem vorgeschrieben werden darf, welche Straßen man nicht betreten darf. Das wäre hier in Deutschland undenkbar.

Was machst du eigentlich genau bei Connox?
Ich darf den Weg der verschiedenen Webshops in neue Länder planen und bestenfalls mit entsprechend passenden Teams Erfolg bringend umsetzen. Dazu gehört einerseits die Auswahl und Zusammensetzung der Teammitglieder, andererseits das Planen von aufeinander aufbauenden Aufgaben, die in Sprints fertiggestellt werden. Im Anschluss führen diese dann bis zum Launch-Termin zu einem komplett an das Land angepassten Webshop. Im Vorfeld arbeite ich vorwiegend mit IT-Kollegen und Übersetzern zusammen, nach dem Launch mit Kundendienst und Marketing. Teamwork ist daher wahnsinnig wichtig. Ohne die Power und das Wissen eines jedes Einzelnen kann kein neuer Shop erfolgreich sein.

Was musst du denn sonst noch so beachten?
Kundenbedürfnisse unterscheiden sich schon innerhalb eines Landes, deswegen ist es sehr wichtig individuell auf Kundenmeinungen und -wünsche zu hören und flexibel darauf zu reagieren. Je mehr Länder dazukommen, umso kniffliger wird das. Zum Beispiel sind Digi-Codes ein wichtiger Bestandteil französischer Adressen. Ohne diesen können Postboten die Pakete teilweise nicht zustellen, weil sie viele Häuser nicht betreten können. In der Schweiz sind rote Einzahlungsscheine übliche Zahlungsmittel. Das wollen und müssen wir unseren Kunden schnell und problemlos bieten, außerdem muss auch das Sortiment den Ländern angepasst werden. Das beginnt bei der Butterdose in skandinavischen Ländern und hört bei den unterschiedlichen Steckertypen für Länder wie Großbritannien oder der Schweiz auf. Auch das Wording muss teilweise angepasst werden, weil ein Sessel in Österreich was Anderes ist, als hier in Deutschland. Die meinen damit das, was wir unter einem Stuhl verstehen.

Was magst du am meisten an deinem Job?
Die Arbeit mit den Menschen. Hier sind mittlerweile über 100 total unterschiedliche Charaktere und du darfst für den Launch neuer Shops und die Pflege der bestehenden mit ihnen zusammenarbeiten. Das ist zwar manchmal nicht leicht, aber Herausforderungen sind für mich spannend. Niemand arbeitet auf dieselbe Art und Weise: Das äußert sich an der Art, wie in Meetings interagiert wird oder wie sich jeder seine Selbstorganisation vorstellt. Es gibt also nicht die eine Checkliste, die für alle Webshops gültig ist. Weil sie je nach Teamkonstellation nicht im gleichen Rhythmus abgearbeitet werden kann.

Wo siehst du dich und Connox in fünf Jahren?
Definitiv sehe ich mich bei Connox. Für Connox sehe ich vier weitere Ländershops pro Jahr. [Eine kurze Pause.] Können wir vielleicht 10 Jahre draus machen? Dann sehe ich uns als Weltmarktführer. [Wir beide müssen schmunzeln.]

Wie wichtig ist dir persönlich Wohnen?
Mittlerweile sehr wichtig, ich schätze die Rastlosigkeit meiner Vergangenheit führte schließlich zu einem ausgeprägtem Bedürfnis nach Heimat. Wohnen bedeutet für mich einen Ort, an dem man sich wohlfühlt. Ein Zuhause, wo man die Tür hinter sich schließen kann. Wenn dann ein schickes, minimalistisches Sofa auf einen wartet, umso besser.

Zu Hause alles mit Connox eingerichtet?
Nachdem ich seit mittlerweile sieben Jahren bei Connox arbeite und ohne Möbel aus Teneriffa herkam, steht da schon relativ viel.

Hast du eine Lieblingsmarke in unserem Shop?
Das ist schwierig… ich mag eigentlich alle.

Und ein Lieblingsprodukt?
Allen voran der Bücherturm von Haseform. Den Tablo von Norman Copenhagen, die Luca Stand Stehleuchte von Maigrau und das Pocket Wandregal von String finde ich auch super!

Was bedeutet es für dich ein internationaler Mensch zu sein?
Mich persönlich faszinieren die Sprache und Eigenheiten bestimmter Kulturen: die Quintessenz, die nur bestimmte Menschen einer Kultur haben. Wobei die Welt mittlerweile recht interkulturell geworden ist, daher sind es wohl eher die Eigenheiten eines jeden Menschen, die mich begeistern. Wenn die Menschen dann noch eine Sprache sprechen, die ich nicht kenne, muss ich sie leider dazu überreden ein paar Stunden mit mir im Pub zu verbringen.

Apropos Pub, wie gestaltest du denn deine Freizeit?
Ich schreibe nebenberuflich, mehrere Kurzgeschichten bisher. Außerdem lektoriere ich das Literaturmagazin LiMa des Bundesverbands junger Autoren und Autorinnen e.V., habe den Autorenstammtisch in Hannover gegründet und mein erster Roman kommt demnächst raus. [Veröffentlichungsdatum: 1.3.]

Kannst du kurz das Thema deines Romans beschreiben?
Kurz ist in dem Fall gar nicht so leicht, aber ich versuche es mal: In meinem Buch lässt ungefähr jetzt die Geburtenrate männlicher Föten nach. 170 Jahre später versucht ein Genforschungszentrum verstärkt, das wieder zu ändern. Demgegenüber steht eine Gruppe von Aktivisten, die vermutet, dass die Forschungseinrichtung Menschenversuche durchführt. Besonders spannend war, dass ich mich im Rahmen meines Romans mit vielen interessanten Menschen treffen durfte, die tiefere Einblicke in die Genforschung haben, oder auch mit einer Frau, die schwanger ist und mir darüber viel erzählte. Womit wir wieder bei der Bedeutung von Menschen wären.

Das klingt ja richtig spannend! Hast du zum Abschluss vielleicht noch eine lustige Anekdote?

Ja klar, da fällt mir sogar was mit Bezug zu Connox ein: Beim Launch des dänischen Shops fragte mich Thilo [Anm.: Thilo Haas, einer der beiden Geschäftsführer], warum es keine Hotdogs gäbe - scheinbar hatte er erwartet, dass es etwas typisch Skandinavisches zu Essen für alle gibt. Ab sofort werde ich bei jedem weiteren Shop auf jeden Fall an ein passendes Gericht denken. Versprochen.

Das ist natürlich ein Grund zur Vorfreude. Vielen lieben Dank dir, Josi!

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