Eine Hommage an Tom Dixon

Über ein Wunderkind, britische Exzentrik und das eine oder andere Glanzstück

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Beitrag vom 22.11.2016, von Anja Beckmann

Tom DixonMessing, Bronze, Kupfer – wohl kaum einen Designer fasziniert der warme Glanz dieser Materialien so wie Tom Dixon. Und wohl kaum einer hat diese Töne so zu seinem Markenzeichen gemacht. Wer glaubt, Tom Dixon entwirft Leuchten und Möbel allein für opulente Interieurs und schillernde Luxuswelten, irrt. Die schlichten, schnörkellosen Formen machen seine Objekte zu zeitlosen Klassikern, die sich vielfältig kombinieren lassen. Paradebeispiel für zeitloses Design und Glanzstück in jeder Hinsicht ist die Copper Leuchte.

Vom Performancekünstler zum Star-Designer

Es gibt ja Leute, die schon als Kinder wissen, was sie einmal werden wollen. Tom Dixon gehört nicht dazu. Partyveranstalter, Bassist, Techniker, Musiker... Seine Leidenschaft fürs Schweißen entdeckte der gebürtige Londoner eher zufällig – als er in einer Phase des Leerlaufs an alten Motorrädern herumschraubte. Es dauerte nicht lange, da baute und schweißte der damals 22-Jährige auf der Bühne des Nachtklubs Titanic Möbel und Objekte aus Altmetallen neu zusammen. Das war in den 80er Jahren. Seine ganz individuelle Art der Performancekunst und sein unvoreingenommenes Ausprobieren und Experimentieren öffneten Tom Dixon die Türen in die internationale Designerszene. Sein Ruf: kreatives Raubein.

Tom Dixon hatte sein Metier gefunden. Er begann erste Projekte im Bereich der Innenarchitektur und eröffnete 1987 seine eigene Manufaktur Dixon PID, die später unter dem Namen Space bekannt wurde. Es folgte das Unternehmen Eurolounge, das er 1994 gründete, um eigene Kunststoffprodukte zu produzieren – wie zum Beispiel die erfolgreiche Jack Leuchte. Zwischen 1998 und 2008 war der englische Star-Designer als Art Director bei der Einrichtungskette Habitat tätig. In der Zwischenzeit rief er das Label „Tom Dixon. The Company“ ins Leben. Unter diesem Namen entwickelt er bis heute gemeinsam mit David Begg Kundenprojekte aus den Bereichen Product und Interior Design, entwirft und vertreibt aber auch eigene Möbel und Einrichtungsgegenstände.

Cappellini - S-Chair - sumpfstroh frei Tom Dixon - Spin Kerzenständer Cappellini - Pylon Chair - frei

Heute fehlen seine vielfach ausgezeichneten Entwürfe in kaum einem Design-Hotel, seine Leuchten erstrahlen in den Schaufenstern und Show-Rooms der Edel-Boutiquen und zieren exklusive Verkaufsräume. Tom Dixon gehört zu den bedeutendsten Designern Großbritanniens – er arbeitet für Größen wie Driade, Cappellini und Moroso und gehört zu den wenigen Designern, die von der Queen geadelt wurden. Was für eine Laufbahn! Nicht umsonst wird Tom Dixon in vielen Medien als Stil-Wunderkind tituliert.

Ungewöhnliche Materialkombinationen und ein Hauch britische Exzentrik

Solides Industriedesign interpretiert Tim Dixon auf modern-glamouröse Weise neu, indem er ungewöhnliche Materialien kombiniert – Gusseisen mit Schirmen aus Messing oder Tischplatten aus Marmor. Der Autodidakt lebt einen zeitgenössisch extravaganten Stil mit Hang zum 70er-Jahre-Stil und Elementen englischer Stilmöbel. Trotz aller Exzentrik setzt Tom Dixon auf eine grundsolide Verarbeitung, häufig sogar durch traditionelle Handwerkskunst.

Screw Table in Groß und in Klein von Tom Dixon Tom Dixon - die Wandleuchte Base Wall Light Copper Bodenleuchte und Pendelleuchte

Seine Copper Leuchte vereint diese Charakteristiken wie keine andere. Der Schirm besteht aus einer Kunststoffkugel, die der Designer mit einer dünnen Schicht Kupfer überzogen hat. Das Polycarbonat ist sehr leicht und robust, in der hochglänzenden Oberfläche spiegelt sich die gesamte Umgebung. Gemeinsam mit weiteren Leuchten dieser Art erzeugt Copper ein faszinierendes Ensemble aus Lichtquellen und Spiegelungen. Die Copper gibt es nicht nur – wie der Name es vermuten lässt – mit Kupferüberzug, sondern auch in Bronze.

So kombinieren Sie die Copper Leuchte

Mit seinen Entwürfen trifft Tom Dixon den Nerv der Zeit: Metalltöne liegen im Trend. Glänzende Akzente in Form von Accessoires wie Vasen und Kerzenleuchter oder schimmernde Statements wie Beistelltische und Regale – Kupfer, Messing und Bronze sind bei Wohn- und Dekobegeisterten längst Programm. Die Spiegeleffekte laden zum Tagträumen ein und schaffen nicht nur zur Weihnachtszeit festliches Ambiente. Gerade in Kombination mit vielfältigen Lichtquellen lassen sich wunderschöne Lichtreflexe erzielen.

Wir zeigen Ihnen, wie vielfältig die Copper Leuchte im Speziellen und Objekte in warmen Metalltönen im Allgemeinen in unterschiedlichste Einrichtungsstile integriert werden können.

Edle Lampenschirme aus Messing Copper Pendelleuchte in voller Pracht Beat Leuchten von Tom Dixon

Industrie-Chic: Fans des Industrial Styles kombinieren den warmen Metallglanz der Copper Leuchte mit Holz, Stahl oder Beton. Gemeinsam mit diesen Materialien sorgen Kupfer, Messing und Gold für einen starken Kontrast im Stile verlassener Industriehallen.

Zart kombiniert: Warme Metalle wie Kupfer und Bronze harmonieren wunderbar mit Pastelltönen. Es entsteht eine feminine und zarte Kombination, vor allem wenn vorwiegend Rosé-Töne zum Einsatz kommen.

Warme Akzente: Ist die Einrichtung eher schlicht-kühl gehalten, so kann die Copper Leuchte für dezente Gemütlichkeit und Wohnlichkeit sorgen, ohne den schlichten Grundton zu stören. Ein Highlight in einem Raum, der sich ansonsten zurücknimmt.

Vintage-Look: Für Freunde des Vintage-Stils bietet sich eine Kombination von Kupfer und Bronze mit den Farben Grün und Schwarz an, beispielsweise grüner Samt und schwarz-glänzende Oberflächen.

Sie sehen, die Copper Leuchte und all die anderen außergewöhnlichen Designs von Tom Dixon lassen sich nicht nur hervorragend in unterschiedliche Stile integrieren, sie sind eine Bereicherung, die es schafft, aus einer Einrichtung etwas ganz Neues herauszuholen. Lassen Sie sich auf die ungewöhnliche Kombination aus Glanz und Glamour mit Punk und Rock ein. Sie werden für sich einen ganz eigenen Einrichtungsmix entdecken.


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