Tecnolumen startet Aktion "No Fake"

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Beitrag vom 23.08.2012

Besitzen Sie eine Fälschung der Wagenfeld-Bauhausleuchte?

Vom 15. September bis 15. November können Besitzer einer Wagenfeld-Fälschung diese kostenlos gegen das Original der berühmten Bauhausleuchte eintauschen. „Mit der Aktion ‚No Fake‘ gehen wir gegen Produktpiraterie im Leuchten- und Einrichtungshandel vor“, erklärt Geschäftsführer Carsten Hotzan.

Denn dadurch entstehen der Wirtschaft Schäden in Millionenhöhe und Arbeitsplätze werden gefährdet. Trotzdem halten viele Deutsche Produktpiraterie immer noch für ein Kavaliersdelikt und kaufen gerade während der Urlaubszeit gefälschte Markenprodukte. Die aktuelle Umtauschaktion soll die Fälscher überführen und dem Verbraucher helfen.

Besitzer einer Wagenfeld-Leuchte können auf der Seite Wagenfeld Leuchte - Original und Fälschung anhand von eindeutigen Qualitätskriterien überprüfen, ob sie das Original oder eine Fälschung erworben haben. Wer Opfer eines Raubkopierers geworden ist, kann das Plagiat im Rahmen der Umtauschaktion ‚no fake‘ von Tecnolumen kostenlos gegen das Original eintauschen. Zugelassen werden Leuchten, die in den letzten drei Jahren innerhalb Deutschlands oder im Internet erworben wurden und für die ein Kaufbeleg vorliegt. „Wir wissen, dass tausende Fälschungen in Deutschland im Umlauf sind und müssen daher die Aktion beschränken: Wir tauschen kostenlos Wagenfeld-Leuchten im Wert von insgesamt 42.500 Euro“, erklärt Hotzan.

Die Fälscher überführen
Eine angebliche Marken-Sonnenbrille für fünf Euro am Strand oder das T-Shirt für drei Euro – in vielen Urlaubsländern ist das Angebot an gefälschten Produkten immens groß. Viele greifen gedankenlos zu, ohne sich der Auswirkungen bewusst zu sein. Seit Jahren kämpft der Geschäftsführer bei Tecnolumen gegen Produktpiraterie an. Immer wieder stößt er auf Fälschungen der Wagenfeld-Leuchte. „Mit der Aktion wollen wir das Bewusstsein für Produktpiraterie schärfen und die Fälscher, die minderwertige Raubkopien auf den Markt bringen, überführen.“ Denn die unlautere Nachahmung von Produkten und Design ist nicht nur für den Leuchten-Hersteller, sondern den gesamten Wirtschaftsstandort Deutschland eine ernstzunehmende Bedrohung. „In der Öffentlichkeit wird das Thema Plagiate überwiegend in den Bereichen Bekleidung, Film oder Musik wahrgenommen – dabei ist es in allen Wirtschaftsbereichen ein Problem und verursacht hier Schäden in Millionenhöhe.“

Produktpiraterie in Deutschland
Nach Schätzungen des Instituts der deutschen Wirtschaft entfallen in Deutschland 70.000 Arbeitsplätze durch Produkt- und Markenpiraterie. Durch Investitionsrückgang, Arbeitsplatzabbau und Steuerausfälle wird die Wirtschaft geschwächt. Die Konsumenten nutzen minderwertige Produkte, deren Sicherheit und Zuverlässigkeit in Frage steht. Die Originalhersteller verlieren Marktanteile und erleiden Imageschäden. Die OECD schätzt den weltweiten Handel mit gefälschten Produkten inzwischen auf rund 250 Milliarden US-Dollar pro Jahr. Allein in Deutschland hat der Zoll 2011 verhindert, dass gefälschte Waren im Wert von 82,6 Millionen Euro in den Umlauf gebracht werden konnten. So die Zollbilanz 2011 des Bundesfinanzministeriums. Für mittelständische Unternehmen wie Tecnolumen ein großes Problem: „Wir produzieren unsere Leuchten komplett in Deutschland und bieten so hohe Qualitätsstandards – das hat natürlich seinen Preis.“

Die Wagenfeld-Leuchte – ein Klassiker
Die berühmte Schreibtischleuchte wurde 1923 von dem damals 24-Jährigen Tecnolumen - WG24 Wilhelm Wagenfeld in der Werkstatt des Weimarer Bauhaus nach einer Aufgabe seines Lehrers László Moholy-Nagy entworfen. Sie folgt dem Gestaltungsleitsatz „Form folgt Funktion“ und gilt als Ikone des modernen Industriedesigns. Als herausragendes Exemplar des Produktdesigns der Moderne wurde sie in die Sammlung des Metropolitan Museum of Art in New York aufgenommen. Bereits 1924 wurde versucht, die Leuchte kommerziell zu vermarkten. Allerdings scheiterte dies zuletzt daran, dass die meisten ihrer Bauteile handgefertigt werden müssen. Der Bremer Kaufmann und Tecnolumen-Gründer und -Inhaber Walter Schnepel setzte sich 1978 mit Professor Wagenfeld zusammen und gemeinsam entwickelten sie neue Pläne zur Serienfertigung. Seit 1980 produziert die Bremer Leuchten-Manufaktur zwei Varianten der Wagenfeld-Leuchte in den Maßen und dem Material des Originals, in den 90ern kamen zwei weitere hinzu. „Designbewusste Verbraucher sollen natürlich das Original besitzen und nicht minderwertige Plagiate“, so Hotzan.

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